Mehr Kundschaft durch digitale Geschäftsprozesse und gute IT-Sicherheit sind starke Wettbewerbsfaktoren. Handwerksunternehmen, die sich dahingehend rüsten wollen, können kompetente Beratung und beachtliche Fördergelder beim Bund beantragen. Das betrifft sowohl Einsteiger, die Fördergelder für den Erwerb unserer Software erhalten wollen – als auch fortgeschrittene Anwender, die z.B. finanzielle Unterstützung für Home-Office-Vorhaben brauchen.

Besonders jetzt, in dieser von Corona gezeichneten, großen Umbruchsphase, kommen EU und die Bundesregierung Handwerks- und anderen wichtigen Unternehmen entgegen. Wir möchten deswegen zwei interessante Förderprogramme vorstellen:

Das Programm Digital Jetzt, das den Erwerb von Branchensoftware wie der unseren zu bis zu 50% fördert, und das Programm go-digital, das Unternehmen mit Beratern vernetzt, um große “Digitalisierungsstrategien” zu finanzieren und umzusetzen.

Das Förderprogramm go-digital
Digital Jetzt

(1) Für Einsteiger und Neukunden:
das Förderprogramm “Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU”

Digital Jetzt

Damit der Mittelstand mehr in digitale Technologien investiert, unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Zuschüssen. Es geht um Software, Hardware und Schulungen. Teilnehmende SHK-Betriebe müssen sich Digitalisierungsziele setzen, diese beim Förderprogramm anmelden und ihre Ziele in 12 Monaten erreichen. Wer sich z.B. vornimmt, unsere Handwerkersoftware Labelwin zu erwerben und die eigenen Mitarbeiter dafür zu schulen, kann anfallende Ausgaben auf bis zu 50% reduzieren. “Förderungen” sind hierbei Zuschüsse, sie müssen nicht zurückgezahlt werden.

Die Höhe der Zuschüsse ist abhängig von der Größe des Unternehmens:

  • bei bis zu 50 Beschäftigten: bis zu 50% Förderung
  • bei bis zu 250 Beschäftigten: bis zu 45% Förderung
  • bei bis zu 499 Beschäftigten: bis zu 40% Förderung

Ab dem 1.7.2021 fallen diese Sätze zehn Prozent geringer aus. Das bedeutet: Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten dann nicht mehr 50% Förderung, sondern nur noch 40%. Nicht gefördert werden Beratungsleistungen, Reisekosten, Standardhardware, usw. Auch Unternehmen in Gründung werden nicht gefördert.

Sie müssen einen Digitalisierungsplan einreichen, der folgendes mitteilt:

  • was Sie vorhaben,
  • was der Digitalisierungsstand Ihres Unternehmens ist,
  • und wie sich dieser durch das Vorhaben verbessern wird.

Nach einigen Wochen erhalten Sie dann den Förderbescheid und können loslegen.

Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro pro Unternehmen. Es gibt auch Minimalsummen: Bei einer “Investition in digitale Technologien” beträgt die minimale Fördersumme 17.000 Euro. Bei einer “Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden” liegt sie bei 3.000 Euro.

Das Förderprogramm läuft bis Ende 2023.

Alles Weitere erfahren auf der offiziellen Webseite von “Digital Jetzt”.

(2) Für Anfänger und für Fortgeschrittene der Digitalisierung:
Das Förderprogramm go-digital.

Go Digital

Das Förderprogramm go-digital bringt kleine und mittlere Unternehmen mit fähigen Beratungsunternehmen zusammen. Gemeinsam wird eine Digitalisierungsstrategie entwickelt und umgesetzt, die auf Ihren Betrieb abgeschnitten ist. Unterstützt werden also Betriebe, die sich gerade erst der Digitalisierung annähern und eine Einsteigerberatung brauchen, und auch Unternehmen, die in vielerlei Hinsicht schon digital arbeiten, sich aber noch ausbaufähig sehen. go-digital deckt bis zu 50% der anfallenden “Beratungskosten” ab.

Hinweis: Gute Beratungsfirmen beraten nicht nur, sie packen bei der Strategieumsetzung auch mit an.

Förderfähig ist jedes Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und des Handwerks. Es darf kein Start-Up sein, es muss weniger als 100 Beschäftigte haben und jährlich unter 20 Millionen Euro Umsatz verbuchen. Die Antragsstellung ist recht einfach. Anträge werden gewöhnlich unkompliziert genehmigt. Vorhaben ab 4.000 Euro Projektvolumen sind förderbar.

go-digital verspricht Hilfe bei drei wesentlichen Themen:

  • digitalisierte Geschäftsprozesse,
  • digitale Markterschließung
  • und IT-Sicherheit.

Wer also meint, in diesen Bereichen noch Entwicklungsspielraum für sich zu sehen, sollte die Förderung in Erwägung ziehen. Sie widmet sich auch der Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen.

Die 50-Prozent-Förderquote ist an Bedingungen geknüpft: Ein Berater-Tagessatz, zum Beispiel, darf 1.100 Euro nicht überschreiten. Insgesamt sind in einem Zeitraum von sechs Monaten 30 solcher Berater-Tage möglich. Begünstigte zahlen einen Eigenanteil an das Beratungsunternehmen. Und das Beratungsunternehmen kümmert sich dann u.a. auch um die Fördergeld-Bürokratie.

Das Förderprogramm läuft noch bis mindestens Ende 2021.

Wer beide Förderprogramme für das gleiche Langzeitvorhaben nutzen möchte, kann das tun.

  • go-digital vermittelt gute, geförderte Beratung (die mehr als nur berät).
  • Investitionen in Hardware, Software und Schulungen kommen eher vom Programm Digital Jetzt.

Es gibt weitere, auf die Branche abgeschnittete Förderprogramme. Besuchen Sie ab und zu die Foerderdatenbank.de und geben Sie “Handwerk” ein.