- Info über Erfassung eines Kundendienstauftrags mit Terminangabe, wahlweise an die Objektadresse und den Eigentümer bzw. Verwalter
- Info über Verschiebung eines Termins
- Info über Warenbestellungen mit Angabe des voraussichtlichen Liefertermins
- Info über Verzögerung der Lieferung
- Info über den Wareneingang mit Vorschlag eines Einbautermins, optional mit einer Terminauswahl
- Info an den Eigentümer, dass der Auftrag in einer Mietwohnung erledigt ist
- Info über Wartungstermine, optional mit einer Terminauswahl oder einem Link zur Terminvergabe
- Zufriedenheitsbefragung inklusive automatisierter Auswertung
- Erinnerung an bevorstehenden Besuchstermin, z. B. am Vortag
Weitere digital vorbereitete Kundeninformationen lassen sich einfach manuell anstoßen:
- Information vom ausführenden Techniker über Verspätung (per SMS)
- Marketingaktionen an ausgewählte Empfänger mit Dokumentation im Kundeninformationssystem
- Aktionen zum Empfehlungsmarketing
- Einladung zu digitalen Baubesprechungen
Der Handwerker erhält ohne Störung seiner Abläufe alle für ihn relevanten Informationen im Idealfall direkt in seine Branchensoftware und kann damit ohne erneute Erfassung umgehend darauf reagieren. Ein oder mehrere Mitarbeiter werden per Mail automatisch über die eingegangene Nachricht informiert.
Bei gewissen Vorgängen kann es sinnvoll sein, eine automatische Antwort-E-Mail an den Kunden zu senden. Bei Störmeldungen sollte der Kunde alle seine Informationen übermitteln können. Ein Foto vom Typenschild, vom umzubauenden Bad, von der defekten Armatur – all das hilft dem Handwerker bei der Reaktion. Mögliche Anwendungsfälle sind:
- Störungsmeldungen
- Auftragserteilung, optional mit Angabe von Terminwünschen
- Mitteilung des Wunschtermins per Link, Webseite oder Email-Bestätigung
- Anfragen zu Beratungsterminen, Angebot usw.
Wie hoch ist der Aufwand bei der Umsetzung?
Die vorhandenen technischen Möglichkeiten halten den Aufwand für die Umsetzung der beschriebenen Lösung relative gering. Folgende Maßnahmen sind notwendig:
- Anschaffung eines Zusatzmoduls der Branchensoftware
- Erarbeitung von organisatorischen Regelungen und Erstellung von Textbausteinen
- Schulung zum Umgang mit den Software-Modulen und zum Arbeitsablauf
Was bringt eine solche Lösung?
Der Artikel versucht den beidseitigen Nutzen einer solchen Lösung darzustellen. Was der Kunde aus anderen Bereichen kennt, erwartet er auch von seinem Handwerker. Wer das bietet, schafft damit einen deutlichen Mehrwert für sein Unternehmen. Über gute Kommunikation gelingt nicht nur die Gewinnung von Stammkunden. Der Kunde fühlt sich zu jeder Zeit gut informiert. Das beruhigt, erhöht das Vertrauen und gibt ein Gefühl von Sicherheit. All das stärkt die Bindung des Kunden an den Betrieb und führt damit zu Weiterempfehlungen.
Durch weniger Anrufe bekommt der Handwerker mehr Ruhe in seine Abläufe. Die Informationen des Kunden kommen in standardisierter Form und können dadurch ohne Neuerfassung direkt in die betrieblichen Abläufe einfließen. Das beschleunigt die Abarbeitung, worüber sich beide Seiten freuen.
Der gesamte Fachartikel ist im Mai 2023 in der Printausgabe sowie Online bei Si erschienen.
Dieser Fachartikel erscheint im Rahmen des Verbundprojektes "DigiWerk" (www.digiwerk-projekt.de). Mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft entwickelte es ein Handlungskonzept für die Digitalisierung im Handwerk und erprobte das System in der Praxis. Wir von Label Software waren ebenfalls Teil des Projektes. Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit“ (Förderkennzeichen 02L16D020 bis 02L16D023) sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei der Autor/in.