OMD-Verfahren

OMD: OpenMasterData ist ein Verfahren, um alle relevanten Daten eines Artikels aus dem Lieferantensystem zu ziehen. Auf diesem Weg können wesentliche Informationen zwischen Großhändlern, Herstellern und Handwerksystemen ausgetauscht werden. Es geht u.a. um die vielfältigen Daten der Datenqualitätsrichtlinie, um Marketingtexte und Mediadaten (Fotos, Videos, Eventhinweise, usw.).

Das OMD-Verfahren findet im Hintergrund statt und kann bei Labelwin so eingestellt werden, dass die Daten bei jeder Artikelübernahme frisch gezogen werden. Besonders interessant ist dabei der Einkaufspreis, der laut Norm immer den richtigen, speziell für Ihren Betrieb festgelegten Wert hat. Dabei sollten auch Jahresvereinbarungen und speziell ausgehandelte Preise berücksichtigt werden. Projektspezifisch vereinbarte Preise können aber nicht berücksichtigt werden.

Der OMD-Zugriff erfolgt mit einer bekannten Artikelnummer, die wie bisher aus den Stammdaten, vom Papierkatalog abgelesen, auch per IDS 2.5 über eine Suche im Lieferanten-Shop entstehen kann. Mit den OMD-Daten wird der Artikel in den Stammdaten sofort aktualisiert oder ggf. neu angelegt. Durch dieses Verfahren erübrigt sich die Aktualisierung per Datanorm.

Nennenswert ist auch, dass mit OMD Bilder und weitere Mediadaten wie Maßskizzen, Explosionszeichnungen, Montageanleitungen, Montagevideos usw. übertragen werden können.

Kombinationsverfahren mit IDS

Mit IDS 2.5 darf die Artikelsuche statt in den Labelwin-Stammdaten direkt im Shop des Lieferanten stattfinden: Suchbegriff wie bisher eintippen, Enter drücken und sofort werden die Ergebnisse in der Suchmaske des Shops gezeigt. Dort kann man einen oder beliebig viele Artikel übernehmen. Labelwin zieht alle Daten per OMD und speichert sie. Zum Schluss werden die Daten in das Dokument übernommen – gerade so, als wenn sie aus den eigenen Stammdaten gezogen wurden. Auf diese Weise kann man mit einem leeren Stammdatenkatalog anfangen, der nach und nach mit den benutzten Artikeln gefüllt und aktualisiert wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass in Lieferantenshops oft Zusammenstellungen – wie z.B. die Schrauben zum Flansch –, Alternativartikel, Zeichnungen usw. vorhanden sind, wodurch die Suche oft wesentlich besser erfolgen kann als in den Datanorm-Stammdaten.

IDS und OMD machen Artikel-Stammdaten aber nicht überflüssig. Sie werden weiterhin benötigt, damit Montagezeiten, feste Verkaufspreise, die Preishistorie und ggf. eigene Einkaufspreise gespeichert werden können.